Metallurgie

Ein spezielles Kapitel stellt bei den Slawen die Herstellung von Eisen dar. Auf dem ganzen Territorium Mährens und Schlesiens finden wir Belege dafür, dass die Eisenmetallurgie schon während der vorgroßmährischen Periode äußerst wichtig sowie relativ hochentwickelt war und intensiv betrieben wurde. Unter den Funden sind nicht nur Schlacke und Geräte, sondern auch die Rennöfen, die manchmal in Batterien angehäuft sind. Direkt auf Chotěbuz fand man zahlreiche Belege der Eisenherstellung. Es handelt sich nicht nur um Hütten- und Schmiedeschlacke, von denen schon einige Dutzende Kilogramm gefunden wurden, sondern auch um keramische Düsen (Blasebalgmundstücke) oder einen Eisenbarren. Der Barren ist zu einer axtähnlichen Form geschmiedet – auf diese Weise wurde das zur Einlagerung oder zum Handel bestimmte Eisen verarbeitet. Die Barren konnten mittels Löcher miteinander verbunden werden. In der ersten Vorburg, in der Nähe der Wallbefestigung, konzentrierten sich Objekte, die höchstwahrscheinlich zur Eisenherstellung gedient haben – Schmelzöfen, Schmieden usw. Es scheint, als wären die meisten Eisengegenstände direkt vor Ort hergestellt worden. In der Nähe der Fundstelle befinden sich Aufschlüsse von nicht sehr hochwertigen Eisenerzen.