Tierzucht
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!
Die Menschen haben auch von der Tierzucht Nahrung gewonnen. Die Tiere gaben ihnen außerdem Fell oder Wolle und erleichterten ihnen die Feldarbeit. Die Domestizierung von wilden Tieren änderte die Lebensweise von Tieren sowie deren Größe! Von den aufgefundenen Skeletten stellen wir fest, dass die Tiere infolge der Domestizierung kleiner wurden. Noch im Mittelalter haben die Hausschweine, die schon lange davor zahm und an die Menschen gewohnt waren, eher an kleinere Wildschweine als an die heutigen rosigen pummeligen Schweine erinnert.
Weißt du, welche Tiere in der Vorgeschichte gezüchtet wurden?
Anhand der aufgefundenen Knochen können wir heute feststellen, welche Tiere von unseren Vorfahren gezüchtet wurden. Meistverbreitet waren Kühe und Stiere, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde. In Chotěbuz fand man sogar das Skelett einer trächtigen Kuh mit kleinem Kälbchen im Bauch. Von den Vögeln züchtete man oft Gänse und Enten. Auf der vorgeschichtlichen Speisekarte befanden sich natürlich auch Fische, deren Anwesenheit durch die Funde von Harpunen und Fischernetzen belegt ist.
Weißt du, wie lange schon der Hund der beste Freund des Menschen ist?
Schon seit etwa 14 000 Jahren ist der Hund der beste Gefährte und Beschützer des Menschen. Genauso war es auch mit dem Burgwall von Chotěbuz. An der Stelle, wo einst die Residenz des Herrschers stand, entdeckten die Archäologen einen Hundeknochen, den sie mit Sicherheit als den polnischen Windhund identifiziert haben. Diese Hunderasse war bei uns im 9. Jahrhundert äußerst selten. Sehr populär war sie bei den Warägern (Wikingern), die einen lebhaften Handel auf der berühmten Bernsteinstraße betrieben haben. Der Herrscher von Chotěbuz könnte den Windhund also als die Perle seiner Meute gekauft, oder ihn als Geschenk bekommen haben. Würde dir ein solches Geschenk gefallen?



