Kleidung

Wovon und wie haben die vorgeschichtlichen und frühmittelalterlichen Menschen ihre Kleider gemacht?

Beispiel der slawischen Kleidung; höheren sozialen Schichten/Elite (Salvetová 2010, Autor J. Jurčíková)

Elite

Beispiel der slawischen Kleidung – Dorfbewohner (Salvetová 2010, Autor J. Jurčíková)

Beispiel der slawischen Kleidung – Dorfbewohner

Vorgeschichtliche Kleidung war vermutlich aus Wolle, Lein, Leder und Pelzen gemacht. Diese Materialien wurden von Webern und Tuchmachern bearbeitet. Bei ihrer Arbeit benutzten sie verschiedene Naturfarbstoffe (z. B. Baumblätter). Die Slawen haben sich dann auch nach ihrer gesellschaftlichen Stellung gekleidet. Einfache Menschen trugen Kleider vor allem aus Lein und Wolle, die Fürsten konnten sich auch Seide leisten. Unterschiede gab es ebenfalls in der Nutzung einzelner Farben. Die Fürsten hatten luxuriöses Rot oder Blau, einfache Menschen trugen hauptsächlich Gelb, Grün und Braun. Zum Verspinnen von Wolle wurden Spinnwirtel benutzt, Stoffe und andere Materialien hat man mit Scheren geschnitten.

Haben sich die vorgeschichtlichen und frühmittelalterlichen Menschen gern aufgeputzt?

Aber sicher! Das bronzezeitliche Volk schmückte sich mit verschiedenen bronzenen und eisernen Nadeln, Glasperlen, Halsringen, großen Fibeln, Armbändern sowie dekorativen Anhängern in Form von verschiedenen Ringen oder Spiralen. Ein solches Schmuckstück fand man auch in Chotěbuz. Es handelt sich um einen großen Armring, der zu den besterhaltenen eisernen Armringen im ganzen Tschechischen Schlesien gehört.

 Die Slawen haben sich ebenfalls gern und auf vielerlei Weise geschmückt. Zu deren typischen Ornamenten gehörten Ohrringe aus Bronze oder Silber, selten aus Gold. Beliebt waren auch die Kopfschmuckringe, die an einem Stirnband angebracht oder ins Haar eingeflochten waren. Einen Kopfschmuckring, der in Chotěbuz gefunden wurde, kannst du in der Ausstellung besichtigen.

Perlen. Hallstattzeit (Foto vom Muzeum Těšínska)

Perlen. Hallstattzeit

Eisenarmband. Hallstattzeit (Foto vom Muzeum Těšínska)

Eisenarmband. Hallstattzeit

Lockenring (Foto vom P. Rajnoch)

Lockenring

Im großmährischen Umfeld erscheinen außerdem noch Riemenzungen oder Knöpfe, d.h. dekorative Kugelchen zum Verschluss des Gewandes. Mal sehen! Hast du vielleicht eine Zweikronenmünze bei dir? Ein genau solcher Knopf ist nämlich darauf abgebildet. Von diesen Gegenständen wurde in Chotěbuz jedoch keiner gefunden.

Die Slawen haben außerdem Glasperlen verschiedener Formen hergestellt. In Chotěbuz wurde ein Fragment von einer großen Bronzeperle gefunden. Und du kannst zwei Ringe anschauen, die sich ebenfalls unter dem archäologischen Fundmaterial aus Chotěbuz befanden.

Bronzeperle. Jungburgwallzeitliche Periode. Frühmittelalter ( Kouřil-Gryc 2014)

Bronzeperle. Frühmittelalter

Das grossmährische Knopf. Frühmittelalter

Das grossmährische Knopf. Frühmittelalter

Ring. Chotěbuz-Podobora ( Kouřil-Gryc 2011)

Ring