Vorgeschichte

Chotěbuz-Podobora wurde zweimal besiedelt – zuerst von dem Volk der sog. Lausitzer Kultur am Ende der Bronzezeit und später von den Slawen im Frühmittelalter.

Was ist die Lausitzer Kultur und wann hat sie existiert?

Die Lausitzer Kultur hat sich während der Jungbronzezeit herausgebildet, existierte auch in der Spätbronzezeit und auf einigen Gebieten überging sie sogar in die Früheisenzeit, die auch Hallstattzeit genannt wird. Die Hallstattzeit ist nach der österreichischen Fundstelle von Hallstatt benannt. Der Burgwall von Chotěbuz-Podobora gehörte somit zu einer äußerst lebhaften Kultur, die in Schlesien 900 Jahre Entwicklung erlebte.

Wie war es mit der Lausitzer Kultur in Chotěbuz?

Das Volk der Lausitzer Kultur besiedelte Chotěbuz, vor allem seine Akropolis, zum ersten Mal in der Spätbronzezeit an der Wende vom 10. zum 9. Jahrhundert v. Chr. Am Anfang der Früheisenzeit, etwa gegen Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr., wurde die Siedlung zum ersten Mal erobert. Nach diesem großen Wendepunkt baute man hier eine neue Wallbefestigung, die später noch erweitert wurde. Es hat sich ein Burgwall mit Vorburgen herausgebildet. Am Ende der Hallstattzeit in der Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. wurde Chotěbuz-Podobora wieder niedergebrannt. Der Burgwall blieb dann bis zur Ankunft der Slawen verlassen.